Online-Veranstaltung: Pressefreiheit in Afghanistan – Was hat sich seit der Machtübernahme der Taliban wirklich verändert?

Die afghanische Schriftstellerin und Journalistin Mahsa Taee war nach dem Sturz des Taliban-Regimes 2001 maßgeblich am Wiederaufbau Afghanistans als Abgeordnete der verfassungsgebenden Versammlung und als politische Redakteurin für verschiedene Zeitungen aktiv, u.a. als Chefredakteurin der größten afghanischen Tageszeitung Payman Daily. Für diese verfasste sie täglich den politischen Kommentar, in dem sie Korruption und Machtmissbrauch der afghanischen Eliten anprangerte. Die Zeitung wurde schließlich vom damaligen Präsidenten Karzai verboten, woraufhin Mahsa Taee 2009 gezwungen war, mit ihrer Familie ins Exil nach Deutschland zu gehen.
 
Seitdem kämpft sie von hier aus für ein freies und demokratisches Afghanistan. Die Machtübernahme der Taliban im August 2021 war nicht nur für sie ein Schock. Gemeinsam mit ihr und Tillmann Schmalzried, Afghanistanexperte, möchten wir am Dienstag, den 25. Januar, um 19 Uhr online  über Pressefreiheit in Afghanistan sprechen – vor und nach der Machtübernahme der Taliban. Denn wer könnte besser als Mahsa Taee davon berichten, ob beziehungsweise zu welchem Grad Pressefreiheit jemals in Afghanistan existiert hat und was die veränderte politische Lage nun für Journalist_innen bedeutet. Während der Online-Diskussion wird es auch Gelegenheit geben, den beiden Fragen zu stellen.
 
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich und möglich unter Meinungsfreiheit@amnesty-hannover.de. Den Link zur Veranstaltung via Videokonferenztool BigBlueButton erhalten Sie rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail.