Retten Verboten?! *als Online-Veranstaltung – Link folgt in Kürze*

ZWISCHEN KRIMINALISIERUNG UND TRAURIGER NOTWENDIGKEIT VON SEENOTRETTUNG.

Im Gespräch mit einem Mitglied der Iuventa-Crew und
Martin Roger (Amnesty International)

FREITAG, 10.12.2021, 17:00 UHR

ALS ONLINE-VERANSTALTUNG – HIER ERSCHEINT IN KÜRZE DER ZUGANGSLINK

Europa schottet sich gegenüber Flüchtlingen immer mehr ab. Menschen in Not haben es immer schwerer, von Europa Hilfe zu erhalten. Tausende Kinder, Frauen und Männer stranden an den Grenzen Europas, Hunderte ertrinken auf dem Weg dorthin. Doch wer sich für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten einsetzt, gerät schnell ins Fadenkreuz von Ermittlungen und setzt sich rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken aus.

Am 02. August 2017 beschlagnahmten italienische Behörden das private Seenotrettungsschiff Iuventa, das der deutschen NGO Jugend Rettet gehört.
Anschließend leiteten sie Ermittlungen gegen zehn Crew-Mitglieder (Pia, Sascha, Dariush, Zoe, Laura, Ulrich, Hendrik & drei weitere Crew-Mitglieder) aus mehreren europäischen Ländern ein, die als »Iuventa10« bekannt wurden. Die Zehn werden beschuldigt, „die illegale Einreise von Geflüchteten und Migrant_innen ermöglicht zu haben“, weil sie bei drei verschiedenen Rettungseinsätzen im Mittelmeer in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 14.000 Menschen an Bord nahmen. Mittlerweile wurden vier Crewmitglieder der Iuventa 10 angeklagt. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen fünf bis 20 Jahre Haft und 15.000 Euro Geldstrafe je geretteter Person.

• Wie steht es derzeit um das Seenotrettungsschiff Iuventa?
• Was wird den 16 angeklagten Seenotretter*innen bzw. 4 Iuventa-Crew-Mitgliedern vorgeworfen?
• Welche Folgen hat das Strafverfahren für die zivile Seenotrettung?
• Welche Position vertritt Amnesty International?

Diese und viele Fragen mehr werden wir mit unseren Gästen sowie Martin Roger (Amnesty International e.V.) besprechen.

25. November 2021