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Film: Leaving Greece

Unser Infostand

Das Sprengelkino präsentierte in Kooperation mit Amnesty International Hannover am Samstag, 23.4.16, 20.30 Uhr
„LEAVING Greece“, in OMU, Eintritt frei, mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin

Die junge Filmemacherin Anna Brass porträtiert in ihrem Film "Leaving Greece" eindrucksvoll Schicksal und Alltag von drei afghanischen Jugendlichen auf ihrer Flucht in Griechenland. Mittels persönlicher Schicksale, Übergriffen der Polizei und zahlreichen Fluchtversuchen aus Griechenland dokumentiert sie die menschlichen Dramen hinter der europäischen Asylpolitik:
2008 flohen die Teenager Hossein, Reza und Kaka von Afghanistan nach Europa in der Hoffnung dort Freiheit und Frieden zu finden. Durch einen geografischen Zufall landeten sie in Griechenland. Doch das Land steht kurz vor der Wirtschaftskrise und ist von der Vielzahl an asylsuchenden Flüchtlingen überfordert. Darum versuchen die drei Freunde mit allen Mitteln nun schon im dritten Jahr, nach Westeuropa zu gelangen. Doch die griechischen Behörden gehen mit äußerster Härte gegen Flüchtlinge vor, die das Land verlassen wollen, da dies nach EU-Recht verboten ist. Mehrfach haben es die Jugendlichen schon aus dem Land herausgeschafft und wurden jedes Mal wieder nach Griechenland zurück abgeschoben. Sogar für Hossein, dessen deutsche Freundin ein Kind von ihm erwartet, ist die Ausreise fast unmöglich.


Erst vor Kurzem wurden die Rückschiebungen nach Griechenland vom Europäischen Gerichtshof aufgrund der dortigen Zustände als menschenunwürdig deklariert und gestoppt. 
Anna Brass hat Hossein, Kaka und Reza für "Leaving Greece" knapp zwei Jahre lang begleitet. Sie hat die jugendlichen Flüchtlinge in ihrer Unterkunft auf der Insel Lesbos besucht, war bei ihren Versuchen auf fahrende Lkw aufzuspringen dabei und hat ihr Vertrauen gewonnen. In ihrem spannenden Film erzählt sie mit eindringlicher Nähe und beeindruckender Authentizität vom Kampf dieser drei Flüchtlinge, endlich dem Fluchtpunkt Griechenland zu entkommen.

Für ihren Film wurde Anna Brass 2012 mit dem Förderpreis des FilmFernsehFonds Bayern ausgezeichnet.

Die Regisseurin Anna Brass im Gespräch

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