Sie sind hier: Amnesty Hannover > Gruppen > Hochschulgruppe > Alte Aktionen

Alte Aktionen

3000Grad Festival

Vom 11. – 13. August 2017 waren wir mit dem Amnesty-Mobil in der Feldberger Seenlandschaft auf dem 3000Grad-Festival.

Wir sammelten Unterschriften für unsere Gruppenfälle, die inhaftierte iranische Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi und die indigene Gemeinde der Guarani Kaiowá Apika´y in Brasilien, die von ihren Ländereien vertrieben wurden.

Um die Festivalbesucher zu unserem Stand und dem Amnesty-Mobil zu locken boten wir auch Diktatorendosenwerfen, Stofftaschenmalerei, Schminken und Hennatattoos an.

 

 

 

Mahnwache vor dem türkischen Konsulat zum Tag der Pressefreiheit

Für die Pressefreiheit in der Türkei hat die Amnesty-Hochschulgruppe, am Mittwoch 3. Mai von 16 bis 18:30 Uhr eine Mahnwache in der Nähe des türkischen Konsulats (An der Christuskirche 12) bzw. auf dem Klagesmarkt abgehalten. Der 3. Mai ist Internationaler Tag der Pressefreiheit seit der Deklaration von Windhoek vom 3.5.1991.

Mit Flugblättern und Informationen (Beispiele s.u.) wurde gegen die Inhaftierung vieler JournalistInnen in der Türkei protestiert. JournalistInnen leben in vielen Ländern in ständiger Gefahr. Doch nirgendwo sind so viele in Haft wie in der Türkei, derzeit sind es mehr als 120. Dies hat das "Komitee zum Schutz von Journalisten" aktuell dokumentiert. Damit sitzt ein Drittel aller inhaftierten Medienschaffenden weltweit in der Türkei in Haft, die meisten warten noch auf ihr Verfahren.

Wir haben uns sehr über das Interesse vieler Menschen gefreut und danken für eure Teilnahme!

Weitere Informationen:

https://www.amnesty.de/tuerkei-der-tod-des-journalismus


Fotos: Tim-Simon Herrmannsen

Die Lange Nacht des Menschenrechts-Filmpreises am 10.01.2017

Am 10. Januar zeigten wir vier (Kurz-)Filme der Preisträger des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2016. Der Preis, der unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments steht, zeichnet herausragende Film- und Fernsehproduktionen aus, die Geschichte, Wirkungen und Bedeutung der Menschenrechte thematisieren. Dieser wird seit 1998 im zweijährigen Rhythmus verliehen und jeweils am 10. Dezember anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte überreicht.

Mit unserer „Langen Nacht des Menschenrechts-Filmpreises“ im Kulturzentrum Pavillon Hannover hatten wir als Gastgeber einen erfolgreichen Auftritt der Tournee mit etwa 150 Zuschauern. Darüber freuten sich auch Marko Junghänel, der Hauptkoordinator des Menschenrechts-Filmpreises, sowie der Produzent des Films „Hinter dem Vorhang“ Leonard Ostermeier und eine Delegation des „Boat People“ Projekts aus Göttingen („Morgenland“), die wir als Gäste begrüßen durften.

Mit „Morgenland“, „Esperanza 43“, „Mexiko – Künstler gegen das Verbrechen“ und „Hinter dem Vorhang“ erlebten wir einen gelungenen, interessanten, künstlerisch-überzeugenden und zum Nachdenken anregenden Filmabend!

Nähere Informationen zum Menschenrechtsfilmpreis unter menschenrechts-filmpreis.de



Das EU-Türkei Flüchtlingsabkommen am 22.06.2016

"Diese Vereinbarung wird Leben retten", so verteidigte Kanzleramtsminister Peter Altmaier das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei, das seit dem 20. März in Kraft ist. Wer seitdem von der Türkei aus illegal nach Griechenland einreist, muss damit rechnen in die Türkei abgeschoben zu werden. Ausgenommen davon sind Flüchtlinge, die erfolgreich Asyl in Griechenland beantragen oder nachweisen können, dass sie in der Türkei verfolgt werden.

Für jeden Syrer, der aus Griechenland in die Türkei zurückgewiesen wird, darf im Gegenzug ein Syrer aus der Türkei auf legalem Wege in die EU.

Die deutsche Regierung sieht darin einen wichtigen Schritt zur Lösung der Flüchtlingskrise. Doch was bedeutet das Abkommen für die betroffenen Flüchtlinge? Haben die Flüchtlinge in Griechenland wirklich eine Chance auf eine faire Bearbeitung ihrer Anträge? Und wie geht die Türkei mit den zurückgewiesenen Flüchtlingen um?

Die Amnesty International Hochschulgruppe lädt in Kooperation mit dem Pavillon Hannover dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen des Abkommens zu werfen. Eingeladen sind Sigrid Ebritsch vom Flüchtlingsrat und Amke Dietert von Amnesty International. Sigrid Ebritsch wird zu den rechtlichen Auswirkungen des Abkommens Stellung nehmen. Amke Dietert war vor kurzem im Auftrag von Amnesty International in der Türkei. Beide können aus erster Hand über die Lage der Flüchtlinge im Land berichten.

Im Rahmen des Festival Contre Le Racisme - AStA Uni Hannover 

22.06.2016
19 Uhr (Einlass: 18:30)
Kulturzentrum Pavillon, Kleiner Saal
Eintritt frei

"AGROKALYPSE" eine Filmvorführung am 27.06.2016

Am 27.06.2016 zeigte das Kino am Raschplatz in Kooperation mit der Amnesty International Hochschulgruppe Hannover und der Gruppe für Meinungs- und Pressefreiheit Hannover den Film "AGROKALYPSE - Der Tag, an dem das Gensoja kam".

 

Der Film erzählt die Geschichte der brasilianischen Urwahldeinwohner Guarani-Kaiowá vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Fleischkonsums. Zu Gast sein wird an dem Abend auch der Regisseur Marco Keller, um im Anschluss an den Film zusammen mit den Gästen zu diskutieren und weitere Hintergrundinformationen zu liefern.

 

Eintritt: 8€, für Studierende und SchülerInnen 4€

 

Ausführliche Inhaltsangabe des Films:

Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige, für uns alle lebenswichtige Ökosystem, wird Tag für Tag durch Sojafarmer zerstört. Vor allem kapitalkräftige, ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und der dort lebenden Menschen und Tiere.

12 kg Sojabohnen muss man an ein Rind verfüttern, um daraus 1 kg Fleisch zu gewinnen. Und um den weltweit steigenden Fleischkonsum zu decken, wird dementsprechend immer mehr Futtermittel, meist Gensoja, angebaut. Aber was für Konsequenzen hat dieser rasant wachsende Agrarsektor und der enorme Fleischkonsum der westlichen Welt?

Der Dokumentarfilm "AGROKALYPSE - der Tag, an dem das Gensoja kam" geht diesen Fragen nach und verfolgt den Weg der brasilianischen Sojabohne bis zu ihrem Ende als Tierfutter. In sehr persönlichen Porträts wird gezeigt, wie dabei die Ureinwohner Brasiliens von ihrem Land vertrieben werden, damit es immer mehr Anbauflächen gibt. Gleichzeitig begleitet die Kamera den Tofuhersteller Wolfgang Heck, der seit über 25 Jahren für den ökologischen Sojaanbau kämpft und für den es immerschwieriger wird in Brasilien nachhaltig mit Kleinbauern zusammenzuarbeiten.

„AGROKALYPE - der Tag an dem das Gensoja kam“ zeichnet ein vielschichtiges und präzises Bild über den rasant wachsenden Sojaanbau und über die Auswirkungen, die unser Konsumverhalten auf Natur und Umwelt haben. Gleichzeitig zeigt der Film, wie es auch anders gehen könnte und bietet aufschlussreiche Lösungsansätze.

 

Hand und Hand gegen Rassismus am 19.Juni 2016

Händchen halten am Jungfernstieg

Musik und bunte Menschenmassen strömten vom Jungfernstieg bis zum Hamburger Hauptbahnhof herüber, als sich unser kleines Demo-Duett am Sonntag auf den Weg zu Hand in Hand gegen Rassismus machte. Dieser summende Strudel führte uns direkt auf den Rathausplatz, auf dem eine Kundgebung nach der anderen Worte über den Platz hallen ließ, die dem Publikum aus dem Herzen sprachen. Zwischen den Transpatenten, Bannern, Fahnen und Luftballons fiel besonders auf, dass eben nicht nur die üblichen demotreuen „Alternativen“ die Szenerie beherrschten, sondern Seite an Seite mit jeder Art von Mensch standen. Anzugträger, Rastamänner, Hafenarbeiter, Teenymädchen, Ökotanten, Philosophiestudenten, Versicherungsvertreter, Parteigenossen, Pommesbudenbesitzer, Katzenomis, Kopftuchträgerinnen und Fußballfans rückten zusammen um genug Platz zu schaffen für all die Menschen, die sich später vom Jungfernstieg bis ins Grindelviertel die Hand reichen sollten.
Wir ließen uns treiben, genossen die Stimmung, die Sonne und Musik und reihten uns schließlich ein in die Schlange aus Menschen, die für Solidarität und aus Überzeugung ihre Komfortzone zuhause auf dem Sofa verlassen hatten um Hand in Hand Laolawellen von 4,5 Kilometern durch die Hamburger Innenstadt zu schicken.
Dieses sich Zusammenschließen hat an diesem Tag keinen Krieg beendet. Es hat auch keine Abschiebung verhindert. Aber es hat ein Statement gesetzt. Eines von vielen, die noch folgen müssen.

Nachwuchsdemonstranten setzten Zeichen mit Luftballons

 

Demo-Duo Laura und Henrike

 

Blumen für HIV-Opfer an der St. Georgskirche

 

Die Botschaft auf den Punkt gebracht

 

Buntes Treiben vor dem Rathaus

Festival contre le Racisme am 11.06.2016

Informationsstand und Kinderbetreuung beim diesjährigen Festival Contre Le Racisme – 11.06.2016

Informationsstand und Kinderbetreuung beim diesjährigen Festival Contre Le Racisme – 11.06.2016

"Der Weg der Waffen" am 09.03.2016

– ein Informationsabend, zu dem die Gruppe zu Presse- und Meinungsfreiheit und die Hochschulgruppe Hannover einlud -

Der internationale Waffenhandel und dessen Auswirkungen auf die Lage der Menschenrechte in anderen Ländern der Welt sind komplex. Bei der Veranstaltung “Der Weg der Waffen” am 9. März 2016 im Kulturzentrum Faust e.V. in Hannover wurden politische und wirtschaftliche Hintergründe zu Waffenexporten thematisiert. Ziel war es, einen Eindruck davon zu bekommen, wer Waffen exportiert, welche internationalen Regelungen greifen und was exportierte Waffen in den jeweiligen Zielländern bewirken. Unser Gast, Dr. Mathias John, erläuterte auch die Rolle, die Deutschland im Rahmen des Exports von Waffen spielt.

Mathias John engagiert sich im Rahmen seiner Amnesty-Arbeit schon lange mit den Themen Rüstungskontrolle, Waffenhandel und unternehmerische Verantwortung. Außerdem ist er Vorstandsmitglied für Länder und Themenarbeit bei Amnesty International.

Die etwa 200 Besucher konnten das Gehörte durch eine Posterausstellung vertiefen. Es wurden auch zahlreiche Unterschriften gesammelt. Ein voller Erfolg!

Smartmob am 9.12.15

Ein Eindruck vom Smartmob der Hochschulgruppe anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte in der Innenstadt


Infoabend am 16.11.2015

Infoabend am 18.05.

Am 18.05. fand ein Infoabend der Hochschulgruppe statt.

10./12.06.15 festival contre le racisme/ Hochschulsportfest

Die Stände auf dem Hochschulsportfest und dem Festival contre le Racisme waren ein toller Erfolg. Es wurden insgesamt über 230 Unterschriften für die Stopp-Folter-Kampagne, die SOS-Europa-Kampagne und für Raif Badawi gesammelt. Das sommerliche Wetter lockte viele Besucher zu beiden Veranstaltungen. Neben der Teilnahme an den ausliegenden Petitionen, konnten sie an unserem Stand Kuchen erwerben. Außerdem haben wir auf dem Festival contre le Racisme die Kinderbetreuung organisiert. Es gab eine Hüpfburg, die Kinder konnten Amnestytaschen bemalen und am Glücksrad drehen. Entsprechend der Farbe gab es eine kleine Frage zu den Menschenrechten oder zu einer Abbildung im illustrierten Buch der Allgemeinen Menschenrechte. Den kleinen Preis haben sich alle verdient. :)

 

27.05.15 Farin Urlaub Konzert

Wir von der Amnesty International Hochschulgruppe durften am Tag des Farin Urlaub Konzerts einen Infostand betreiben und Unterschriften sammeln.
 
 
Es war ein voller Erfolg, der mit einer Menge an Unterschriften, vielen interessierten Nachfragen und tollen Gesprächen belohnt wurde.
Und auch das Konzert im Anschluss hat sich sehr gelohnt. Gerne wieder

31.07.14 Infoabend: Sudanesische Flüchtlinge auf dem Weißekreuzplatz

„Menschenrechte vor unserer Haustür: Warum sind sudanesische Flüchtlinge auf dem Weißekreuzplatz?“

Am Donnerstag, den 31.7.2014, fand in Zusammenarbeit mit dem Pavillon Hannover, den sudanesischen Flüchtlingen des Protestcamps vom Weißekreuzplatz, dem Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., Bezirksbürgermeister Michael Sandow und uns der Amnesty-Hochschulgruppe Hannover einInformationsabend mit anschließender Diskussionsrunde im Pavillon Hannover statt. Im ersten Teil der Veranstaltung wurden die circa 200 ZuschauerInnen von Alfred Buss – Sudanexperte und langjähriges Amnesty Mitglied in der Sudan-Koordinationsgruppe – zunächst über die allgemeine Situation und die Menschenrechtslage im Sudan informiert.

Politischer_Abend

Maissara Saeed, ein sudanesischer Flüchtling und einer der sechs Camp-Sprecher, vertiefte die Schilderungen mit seiner Präsentation. Schnell wurde klar, dass die Menschenrechtslage auch in den Regionen, die nicht als Konfliktherde bezeichnet werden, prekär ist. Frauen, die sich nicht konform kleiden, werden zu Prügelstrafe verurteilt, es gibt keine Meinungs- und Pressefreiheit. Der Anschluss an eine oppositionelle Gruppierung oder allein schon der Verdacht führen zu jahrelanger Inhaftierung ohne faire Gerichtsverfahren. Der Präsident al-Bashir steht weltweit als einziges amtierendes Staatsoberhaupt wegen Völkermord auf der Anklageliste des Internationalen Strafgerichtshof. Doch vor allem in den Regionen Blue Nile, Darfur, Süd-Kordofan, Abiyii leiden die Menschen unter dem verheerenden langjährigen Bürgerkrieg. Maissara schilderte auch die Situation der sudanesischen Flüchtlinge in Niedersachsen, dass sie gerne arbeiten würden, aber in den Unterkünften von der Gesellschaft isoliert und nicht zuletzt ständig der Angst ausgeliefert seien, abgeschoben zu werden. Sigmar Walbrecht vom Flüchtlingsrat Niedersachsen berichtete über die niedrige Anerkennungsquote von Asylanträgen sudanesischer Flüchtlinge in Niedersachsen und über die Problematik der Dublin-III-Verordnung, von denen einige der Flüchtlinge vom Weißekreuzplatz akut bedroht sind. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass Niedersachsen einen sechsmonatigen Abschiebestopp verhängen kann, was allen Beteiligten mehr Zeit geben würde, um eine dauerhafte Lösung zu finden.

Politischer_Abend

Politischer_Abend

Ganz persönlich wurde es, als Baschar Abdolla und Abdeen Abkar ihre Lebensgeschichte erzählten. Durch die grausamen Erlebnisse in ihrer Heimat zur Flucht genötigt, legten die beiden, wie so viele andere, einen gefährlichen Weg bis nach Europa zurück. Doch scheint auch hier ihre Sicherheit bedroht – was passiert mit ihnen in ihrer Heimat, wenn sie abgeschoben werden und sie kein Asyl erhalten? 
Der Einladung von Michael Sandow gefolgt waren ebenfalls Doris Schröder-Köpf (Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, SPD), Michael Hönsch (Landtagsabgeordneter, SPD), Norbert Gast (stellvertretender Bürgermeister Hannover-Mitte, B’90 die Grünen), Cornelia Kubsch (Stadtbezirksrätin, CDU) und Filiz Polat (Landtagsabgeordnete, Sprecherin für Migration und Flüchtlinge im Landtag, B’90 die Grünen) und ein Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Braunschweig, Heino Meier. Sie saßen gemeinsam mit Maissara und Yassir aus dem Camp am runden Tisch. Ein Stuhl blieb frei und durfte von DiskussionsteilnehmerInnen aus dem Saal besetzt werden. Auf die Frage hin, warum Deutschland immer noch Personen in ein Land abschiebe, in dem täglich schwere Menschenrechtsverletzungen stattfinden, erklärte Meyer, dass das Asylrecht ein Individualgesetz sei. So käme es bei einer Entscheidung vor allem auf die Glaubhaftigkeit der Betroffenen an. Eine Flüchtlingsberaterin von Kargah e.V. Hannover erwiderte, dass die Flüchtlinge häufig gar nicht die Möglichkeit hätten, die geforderten Papiere zu liefern, die ihre Verfolgung in der Heimat dokumentierten. Diese existierten schlichtweg nicht. Eine junge Sudanesin, dreifache Mutter und Tochter eines bekannten sudanesischen Oppositionellen schilderte, dass sie gezwungen waren, sich falsche Pässe zu besorgen, um überhaupt fliehen zu können. Leider wurde das Gesprächdarauf gelenkt, dass andere Gremien verantwortlich für die Missstände im Asylverfahren seien. 
Und somit wurde das Problem immer wieder auf die Bundesebene geschoben, von der die Asyl- und Einwanderungsgesetze kommen. Die Forderung der Flüchtlinge, §23 des Aufenthaltsgesetzes anzuerkennen, wonach die obersten Landesbehörden wie auch das Bundesinnenministerium im jeweiligen Einvernehmen „bestimmten Gruppen von Ausländern“ aus völkerrechtlichen oder humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis erteilen, wurde als wenig erfolgversprechend abgetan.

Politischer_Abend

Immerhin, PolitikerInnen waren sich an diesem Abend einig, dass sie sich weiterhin für die Flüchtlinge am Weißekreuzplatz einsetzen wollen. Und obwohl die Diskussion zu keiner Lösung führte, zeigt doch die Zahl der Besucher (um die 200!), wie groß das Interesse ist und wie viele Menschen in Hannover sich solidarisch mit den Flüchtlingen zeigen! Auch die Pause, in der die Campbewohner die Gäste im Camp zu sudanesischem Essen einluden, war ein wichtiges Zeichen der Annäherung.

Lilean, Mascha, Tessa 
AI HSG

04.06.14 Info-Aktion Hochschulsportfest

AIstand_Sportfest

Foto: Der Amnesty-Stand auf dem Hochschulsportfest am 4. Juni 2014 mit Petitionen für freie Meinungsäußerung in Brasilien, für unseren Gruppenfall Majid Tavakkoli und für die Rechte Homosexueller im Kamerun.

17.05.14 Kundgebung gegen Homophobie

Die Kundgebung gegen Homophobie und für die Stärkung der Rechte sexueller Minderheiten in Kameruner fiel im wahrsten Sinne des Wortes aufgrund stärkster Regenfälle etwas ins Wasser.

Viele engagierte Amnesty-Mitglieder trotzten jedoch dem kühlen Nass und machten in der Hannoveraner Innenstadt auf ihren Protest aufmerksam.
In diesem Zusammenhang auch eine herzliche Einladung für den RainbowFlash am 17.05.2014 um 19 Uhr auf dem Opernplatz Hannover.

-Tessa S., Max F.

Kundgebung

Kundgebung am Bahnhofsvorplatz

Kundgebung

16.04.14 Besuch indonesischer Gaststudenten

Am 16.04.2014 bekam das Bezirksbüro von Amnesty Hannover Besuch einer 12köpfigen Delegation von Gaststudenten aus Indonesien. Im Zuge einer Kooperation mit der juristischen Fakultät besuchten die Jurastudenten die Leibniz Universität und nutzten ihren Aufenthalt für eine Studienreise durch Deutschland.

Eine Studentin regte bei der Organisation der Reise den Besuch des Bezirksbüros an, die betreuenden Dozenten Herr Oppermann und Dr. Parashu leiteten die Anfrage an die Jugendreferenten des Bezirks weiter, die den Besuch mit Vorfreude vorbereiteten.

Besuch im Bezirksbüro

Nach einer herzlichen Begrüßung wurde das fleißige, jedoch auch wegen der Raumgröße etwas besorgte, Stühle- und Tischerücken belohnt: letztlich fanden alle TeilnehmerInnen bequem Platz und hörten Laura aufmerksam zu, die in einem 90minütigen, englischsprachigen Vortrag über Amnesty International, seiner Organisation und Struktur, seinen Positionen und Arbeitsweisen informierte. Auch über die Arbeit der deutschen Sektion, des Hannoveraner Bezirks, speziell der Hochschulgruppe wurde informiert. Die Powerpoint-Präsentation wurde durch anregende Videos und Fotos aufgelockert und von den StudentInnen emotional aufgenommen.
Zum Abschluss wurden die aktuellen Länderberichte über Indonesien und Deutschland vorgestellt und eine anregende Diskussionsrunde begann. Großes Interesse und Diskussionsbedarf gab es bei dem Thema Todesstrafe, die in Indonesien noch ausgeführt wird. Die differierenden Meinungen, Argumentationen und Positionen der StudentInnen waren überaus interessant, die Diskussion ein produktiver Austausch für alle Beteiligten.

Am Ende des Vortrags bekam Laura stellvertretend für den Bezirk ein Geschenk der Universität überreicht, das nun im Bezriksbüro an den Besuch erinnert. Abschließend wurde das Büro bei Keksen und Tee erkundet, Buttons von Amnesty sofort von allen begeistert an Hemden und Blusen geheftet, Erinnerungsfotos mit etlichen Smartphones geschossen und dann hieß es auch schon Abschied nehmen.
Der Vortrag war ein voller Erfolg, über die Arbeit hinaus hatte Laura viel Spaß mit den aufgeschlossenen, interessierten und begeisterten Indonesiern.
Und weil der Vormittag so schön war, wurde bereits für Ende Mai der Besuch von Gaststudierenden aus Indien angekündigt. Wir freuen uns schon darauf!

Besuch im Bezirksbüro

Laura Eckhardt, Jugendreferat und Hochschulgruppe Bezirk Hannover

14.04.14 Valentinsaktion in der MHH

Aktionsfoto

Herzwaffeln, Leinenbeutel mit dem Slogan “Love is a human right” und einem passenden Logo (von einem Gruppenmitglied selbst entworfen) und 40 Unterschriften zu der Kampagne “My body – my rights” – das war unsere erfolgreiche Aktion am Valentinstag in der MHH.

08.11.13 Bericht über Gesprächsabend: Flüchtlingsschutz

Amina ist die Hauptfigur am heutigen Abend. Ihre Geschichte – oder besser gesagt: die ihrer Familie – ist kein Ausnahmefall, bedauerlicherweise; aber ihre Anwesenheit gibt der kleinen Runde das, was auch der beste Experte nicht zu bieten vermag: Authentizität. Amina Önder spricht mit der Stimme einer Sechzehnjährigen, während die Worte diejenigen einer erfahrenen Menschenrechtlerin sind. Eine trotzige Stimme, die „Freiheit“ fordert, und „Gleichheit“ mit den Anderen ihres Alters, immer wieder diese Wortwahl. Sie möchte ihre Geschichte erzählen, wie es für sie war und wie es heute ist.

Während Amina aus der Perspektive einer Betroffenen erzählt, kümmert sich Kai Weber vom niedersächsischen Flüchtlingsrat um die Darstellung des (rechtlichen) Rahmens und der Details zum Fall Gazale Salame, so heißt Aminas Mutter. Er kennt den Fall nur zu gut, der nicht nur menschlich-tragisch, sondern vor allem auch als Sinnbild der schwarz-gelben Abschiebepolitik medienpräsent war und erstmals 2005 populär wurde.
Martin Roger, Vorstandsmitglied der deutschen Amnesty-Sektion, ist ein Experte für Asyl- und Flüchtlingspolitik in Deutschland. Als Gast der Gesprächsrunde berichtet er über aktuelle Flüchtlingsproblematiken.
Aminas Eltern sind in einem libanesischen Flüchtlingscamp geboren und mit sieben Jahren nach Deutschland gekommen. Die Kinder des Paares sind in Deutschland zur Welt gekommen. Die Familienmitglieder leben seit rund 30 Jahre in Deutschland mit einer Duldung oder einem eingeschränkten Bleiberecht. „Duldung“ bedeutet, dass Ahmed Siala, Aminas Vater, sich nicht selbstständig machen oder das Bundesland verlassen darf. Außerdem bedeutet eine Duldung, dass technisch gesehen das Abschiebungsverfahren nur ausgesetzt ist und jederzeit wieder aufgenommen werden kann. Sollten Bedingungen nicht erfüllt werden, erlischt die Duldung sofort und mit ihr die Aussicht auf ein erfolgreiches Asylverfahren. Im Fall von Gazale Salame bedeutete dies, dass sie ohne Vorwarnung, im dritten Monat schwanger und mitsamt ihrer jüngsten, einjährigen Tochter von der Haustür abgeholt und in die Türkei abgeschoben wurde. In ein Land, das sie nie zuvor betreten hatte, über das aber ihre Großeltern in ihrer Jugend nach Deutschland ausgewandert sind. Weder ihr Mann, noch ihre beiden älteren Töchter konnten sich von ihr verabschieden.
Unter Innenminister Schünemann war der Erlass zur „Milderung von Abschiebungen“ entkräftet worden, sodass eine Abschiebung nicht mehr angekündigt werden musste. „Nacht- und Nebelaktionen“ waren kein Einzelfall.
Es kostete die Familie, den Flüchtlingsrat und den Unterstützerkreis viele Mühen und zermürbende acht Jahre, Dank ihnen und den oppositionellen Parteien durften Gazale Salame und Aminas jüngste Geschwister im März dieses Jahres aus der Türkei zurückkehren. Innenminister Pistorius (SPD) persönlich begrüßte die Ankömmlinge als Statement seiner Politik. Und nun? Nach dem festlichen Empfang ging das Leben weiter, Aminas Mutter wohnt mit den beiden jüngeren Kindern separat vom Rest der Familie, acht Jahre lassen sich nicht einfach so überbrücken. Außerdem muss sie die Auflage erfüllen, für den Lebensunterhalt ihrer Kleinfamilie aufzukommen, was nach einigen Hilfestellungen möglich ist.

Probleme und Grenzfälle der Flüchtlings- und Asylpolitik spielen sich täglich ab; Europa möchte sich abschotten und nimmt billigend in Kauf, dass Flüchtlinge auf seeuntüchtigen (oder durch Frontex seeuntüchtig gemachten) Booten im Mittelmeer ertrinken. Flüchtlinge, deren Leben so aussichtslos sein muss, dass sie verzweifelt eine Reise mit geringer Überlebenschance wagen. Arbeitsmigranten aus dem Maghreb, Flüchtlinge vor dem syrischen Krieg. Geschichten, in denen „Perspektivlosigkeit“ Dimensionen hat, die wir uns in Europa kaum vorstellen können. Deutschland möchte zwar ein Kontingent an syrischen Flüchtlingen aufnehmen, jedoch stets mit der Auflage, dass diese finanziell von hier lebenden Angehörigen getragen werden müssen.
Steht es so schlecht um dieses Thema in Deutschland? Es gibt auch gute Aspekte: Abschiebungen müssen angekündigt werden. Es gibt neuerdings Asylrecht für sexuell Verfolgte, jeder Mensch hat ein Recht auf Versorgung in Deutschland.
Doch die deutsche Flüchtlingspolitik hat noch unzählige Baustellen. Wieso werden nur 5.000 Syrer aufgenommen bei einer aktuellen Flüchtlingszahl von mehreren Millionen? Wie kann es sein, dass 87.000 Geduldete über Jahre und Jahrzehnte in Deutschland leben? Wieso hat Ahmed Siala, Aminas Vater, nach 28 Jahre trotz „guter Führung“ und lautloser Assimilation der Familie erneut nur eine Duldung bekommen?
Es ist wichtig, dass Menschen wie Amina ihre Geschichte erzählen, damit andere Menschen sie hören, sensibilisiert werden und immer wieder kritisch genau diese Fragen stellen. Auf diese Weise schenken sie der Flüchtlingsthematik eine Popularität, die notwendig ist, um Druck zu machen, damit an den Baustellen gearbeitet wird und Deutschland und die EU ihren Pool an Möglichkeiten im Sinn der Menschenrechte ausschöpfen.
Ein großer Dank geht an Henriette Lange von der AI-Hochschulgruppe, nicht nur für die Vorarbeit, sondern auch für die Moderation dieses Abends. Ebenso danken wir der Bürgerschule ganz herzlich für die Räumlichkeiten und die organisatorische Unterstützung!

Patrizia Cardillo

20.09.13 Party im Chez Heinz - Ein voller Erfolg!!!

„Heppah!“ – am 20. September feierte Viva Con Agua aus Hannover mit der Amnesty Hochschulgruppe Hannover die Benefizparty „Na Sdrowje!“. Etwa 350 Gäste feierten zu rhythmischen Balkan Beats und Klezmer-Gypsy, aufgelegt von Arne und Pahli. Als Auftakt sorgte die Band „Gegenwind of Change“ für ordentlich Stimmung! Alle Spenden flossen direkt in das aktuelle Trinkwasserprojekt der Welthungerhilfe und Menschenrechtsaktionen der Amnesty International Hochschulgruppe. 

Ein großes Dankeschön an die wunderbaren und einzigartigen Musiker und DJ’s, an das Chéz Heinz für die Lokation und an alle Aktive von Viva Con Agua und Amnesty, die die Schichten an der Theke, an der Kasse reibungslos über die Bühne brachten, die Versorgung für die DJs und Bandmitglieder in der Backstageküche zauberten, am Ende aufräumten und im Vorfeld jede Menge organisierten!!

So wurde die Benefizparty zu einem tollen Erfolg!!

Und hier noch ein paar Fotos:

Die Bühne

Infostand während der Party

07.06.13 Die Hochschulgruppe beim Festival contre le racisme!

Mit Waffeln, Petitionen für Majid Tavakkoli und einer Urgent Action für Familien in Nairobi, denen eine Zwangsräumung widerfahren ist, waren auch wir von der Amnesty Hochschulgruppe beim Festival Contre Le Racisme am 7. Juni in Hannover vertreten.

-Tessa

AI beim Festival contre le racisme

07.04.13 Mehr Energie für Menschenrechte! Demo bei Eröffnung der Hannover Messe

Demonstration für Menschenrechte bei Eröffnung der Hannover Messe

Russland ist Gastland bei der Hannover Messe 2013. Am 7. April hat der russische Präsident Wladimir Putin gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Messe eröffnet. Das obligatorische Foto ging durch die Medien. 350 Demonstranten versammelten sich vor dem Hannover Congress Centrum, um Putin zu kritisieren. Amnesty und andere Gruppen, Parteien und Vereine engagieren sich dafür, auf die andere Seite der Medaille zu schauen. Denn Russland ist nicht nur ein Industrieland, das gute Beziehungen zu Deutschland pflegt. Bei den Parlamentswahlen wurden Menschen festgenommen. Razzien gegen Stiftungen und NGOs, die russische Zentrale von Amnesty International eingeschlossen, sind empörend und nicht legitim.

Interview mit Tessa S

Amnesty forderte bei der Demonstration, dass Russland damit aufhört, Menschenrechte zu beschneiden und Unschuldige einzusperren. Zwischen den Flaggen der syrischen Aktivisten, den Bannern der Bündnis90/Die Grünen und russischen Demonstranten fielen die gelben Schilder und Transparente von Amnesty sofort ins Auge. Mit lauten Forderungen nach Menschenrechten übertönte Amnesty die russischen Folkloresänger, die vor dem Congress Centrum die andere Seite unterstützten.
Putin selbst betrat die Messe nicht wie geplant durch den Haupteingang, sondern durch einen Seiteneingang. Die vielen Demonstranten übersah er so.
Nicht aber die Medien. In den meisten Berichten über die Eröffnung der Messe wurde auch über die Demonstration berichtet. Ein Team vom NDR interviewte ausführlich die Co-Gruppensprecherin der Hochschulgruppe, Tessa Spethmann.

- Luisa Meyer

27.02.13 Einsatz für den Arms Trade Treaty!

armstradetreaty

Am 27. und 28. Februar war die Hochschulgruppe mit einem Infostand an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) vertreten und warb dort für die Unterstützung des Arms Trade Treaty.

Bei dem ATT handelt es sich um einen Waffenkontrollvertrag, der auf der kommenden UNO-Konferenz diesen März beraten wird. Der ATT soll den internationalen Handel mit konventionellen Rüstungsgütern verbindlich regeln und transparenter machen.

Viele Studenten, Ärzte, Personal und Gäste waren sehr an der Thematik interessiert und unterzeichneten mit großer Zustimmung die Petition. Ein Großteil ließ sich auch am Stand von uns ausführlich über die derzeitige politische und rechtliche Situation des globalen Waffenhandels informieren. Darüber hinaus fragten Einzelne über Möglichkeiten der Mitarbeit in der Hochschulgruppe. 
Wir luden alle herzlich ein, bei einem Gruppentreffen vorbeizuschauen und Amnesty zu unterstützen.

Insgesamt war die Aktion sehr erfolgreich und es wurden etwa 140 Petitionen unterzeichnet.
Hoffen wir, dass wir damit einen Teil dazu beigetragen konnten, dass der ATT bei der Konferenz erfolgreich beschlossen wird!

-Max Fiedler

Kontakt zur Hochschulgruppe

Mit (*) markierte Felder müssen ausgefüllt werden, damit Ihre Nachricht versendet werden kann.

Bitte tragen Sie in das Feld „E-Mailadresse“ NUR eine E-Mailadresse ein. Möchten Sie Infos lieber per Post erhalten, geben Sie bitte Ihre Postanschrift im Feld „Nachricht“ ein. Danke für die Beachtung.

Was ist die Summe aus 6 und 1?